Fake News und Propaganda

Workshop für Klassen 7 bis 10: Fälschungen erkennen, Quellen prüfen, Manipulation verstehen
Falschinformationen sind nicht neu – aber sie verbreiten sich heute schneller und wirken durch Bilder, Videos und Memes besonders überzeugend. In diesem Workshop lernen Schüler*innen, wie Desinformation funktioniert, welche Interessen dahinterstehen können und wie sie Inhalte aus Social Media, Messengergruppen und Webseiten systematisch überprüfen. Ziel ist ein sicherer Umgang mit Informationen: stoppen statt weiterleiten.
Auf einen Blick:
- Zielgruppe: Klassen 7 bis 10
- Format: Workshop
- Dauer: 2–3 Schulstunden (erweiterbar)
- Voraussetzungen: Die Teilnehmenden nutzen eigene Smartphones oder (Schul-)Tablets (BYOD/Schulgeräte).
- Technikbedarf: Beamer/Display optional; WLAN hilfreich (für Checks/Recherchen)

Ziel des Angebots:
Am Ende des Workshops können die Schüler*innen …
- verantwortungsvoll handeln: Stop–Check–Share (nicht vorschnell weiterverbreiten).
- typische Merkmale von Fake News, Desinformation und Propaganda erkennen.
- Inhalte aus Text, Bild und Video systematisch prüfen (Quelle, Kontext, Plausibilität, Gegenrecherche).
- Manipulationsstrategien benennen (Emotion, Zuspitzung, Auslassungen, „Beweis“-Bilder ohne Kontext).
Kompetenzbereiche (KMK)
- Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren
- Kommunizieren und Kooperieren
- Analysieren und Reflektieren
Inhalte (Auswahl):
- Was sind Fake News, Desinformation, Propaganda – und warum wirken sie?
- Erkennungsmerkmale: Überschriften, Sprache, Bildwahl, fehlende Quellen, „zu gut um wahr zu sein“
- Prüfroutinen:
- Quelle/Absender checken (Impressum, Autor*in, Kontext)
- Datum/Ort/Originalkontext prüfen
- Gegenrecherche (mehrere seriöse Quellen)
- Bilder prüfen (z. B. Kontext, Wiederverwendung, Zuschnitt)
- Manipulation mit Bildern/Videos: Zuschnitt, Reihenfolge, fehlender Kontext, KI/Deepfakes (altersangemessen)
- Social-Media-Logiken: Trends, Bestätigung, Gruppendruck, Empörung – warum sich Fakes verbreiten
- Handlungsoptionen: melden, stoppen, korrekt einordnen, respektvoll widersprechen, Hilfe holen
Organisatorisches (FAQ)
Ist der Workshop erweiterbar?
Ja, z. B. mit vertiefter Bild-/Videoprüfung, Debattenformat oder Projektauftrag.
Kann ein Schwerpunkt gesetzt werden?
Ja. Mögliche Schwerpunkte: Social Media & Messenger, Bild-/Videomanipulation, KI/Deepfakes, Konflikte in Diskussionen.
Transfer und Materialien
Sie erhalten (digital) …
- Checkliste „Fake News prüfen“ (Text/Bild/Video – Schrittfolge)
- Impulse zur Weiterarbeit (Reflexionsfragen, Mini-Aufgaben, Linkliste)
So arbeiten wir
- kurze Inputs, viele Beispiele aus der Lebenswelt der Schüler*innen
- Übungen in Kleingruppen: „Check-Team“ (prüfen, belegen, Ergebnis präsentieren)
- klare Gesprächsregeln (keine Bloßstellung, Fokus auf Lernen und Handeln)
- Transfer: gemeinsame Klassen-/Kurs-Regeln zum Weiterleiten und Diskutieren
Ihr Referent

Tom Gudella
Medien- und Sozialpädagoge