Schönheitsideale im Netz

Workshop für Klassen 5 bis 10: Körperbilder verstehen, Vergleichsdruck einordnen, Selbstwert stärken
Social Media zeigt oft perfekte Körper, perfekte Haut und perfekte Leben. Filter, Bearbeitung und Inszenierung lassen Grenzen zwischen „echt“ und „gemacht“ verschwimmen. Das kann Druck erzeugen – und beeinflusst Selbstbild, Stimmung und den Umgang miteinander. In diesem Workshop setzen sich Schüler*innen kritisch mit Schönheitsidealen in sozialen Netzwerken auseinander, lernen Mechanismen hinter Bildern und Trends kennen und entwickeln Strategien für einen gesunden, respektvollen Umgang – online wie offline.
Auf einen Blick:
- Zielgruppe: Klassen 5 bis 10
- Format: Workshop
- Dauer: 2–3 Schulstunden (erweiterbar)
- Voraussetzungen: Die Teilnehmenden nutzen eigene Smartphones oder (Schul-)Tablets (BYOD/Schulgeräte).
- Technikbedarf: Beamer/Display optional; WLAN hilfreich (für Beispiele/Übungen)

Ziel des Angebots:
Am Ende des Workshops können die Schüler*innen …
- respektvoll über Körper, Aussehen und Grenzen kommunizieren.
- Schönheitsideale in Social Media kritisch einordnen (Inszenierung, Bearbeitung, Filter).
- Mechanismen von Plattformen verstehen, die Vergleichsdruck verstärken (Likes, Trends, Algorithmen).
- Strategien für Selbstschutz entwickeln (Feed gestalten, Grenzen setzen, Hilfen kennen).
Kompetenzbereiche (KMK)
- Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren
- Kommunizieren und Kooperieren
- Analysieren und Reflektieren
- Schützen und sicher Agieren
Inhalte (Auswahl):
- Schönheitsideale früher und heute: Was hat sich verändert – und warum?
- „Echt vs. inszeniert“: Filter, Retusche, Licht, Posen, Auswahl – wie Bilder wirken
- Plattformlogiken: Likes, Trends, algorithmische Feeds und der Vergleich mit „Perfektion“
- Körperbilder & Sprache: Kommentare, Bodyshaming, Komplimente, Grenzen
- Einfluss auf Selbstwert und Stimmung: Warnsignale erkennen (ohne Diagnosen)
- Schutzstrategien: Feed bewusst gestalten, Accounts entfolgen, Pausen, Meldefunktionen, Hilfe holen
- Optional: Werbung/Influencer*innen, Diät- und Fitness-Mythen, KI/Deepfake-Beauty-Filter
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Aktiven Medienwerkstatt Kassel entwickelt. Gerne kommen wir gemeinsam in Ihre Einrichtung!
Organisatorisches (FAQ)
Müssen Schüler*innen persönliche Erfahrungen teilen?
Nein. Der Workshop ist so gestaltet, dass Reflexion möglich ist, ohne Privates offenlegen zu müssen.
Kann der Workshop angepasst werden (Jahrgang, Schwerpunkt)?
Ja. Inhalte werden alters- und gruppenbezogen angepasst, z. B. Schwerpunkt Instagram/TikTok, Werbung/Influencer*innen, Bodyshaming, Schutzstrategien.
Ist der Workshop erweiterbar?
Ja, z. B. mit vertiefter Medienanalyse, Projektauftrag oder Eltern-Info-Baustein.
Transfer und Materialien
Sie erhalten (digital) …
- Checkliste „Inszenierung erkennen“ (Filter/Retusche/Tricks)
- Linkliste mit seriösen Anlaufstellen und Informationsangeboten (altersangemessen)
So arbeiten wir
- kurze Inputs mit sensibler, wertschätzender Sprache
- Übungen zur Bildanalyse („Was sehe ich wirklich?“ – Kontext, Bearbeitung, Botschaft)
- Reflexion in Kleingruppen (freiwillig, ohne persönliche Offenlegung)
- Transfer: Vereinbarungen für respektvolle Kommunikation in der Klasse
Ihr Referent

Tom Gudella
Medien- und Sozialpädagoge